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Beteiligungsformen

Für jedes Beteiligungsvorhaben gilt es die am besten geeignete Form zu wählen. Ausgangspunkt für jede Entscheidung sollte eine ausführliche Analyse der jeweiligen Situation sein. Grundsätzlich werden folgende Formen unterschieden:

Die Beteiligungsformen unterscheiden sich besonders hinsichtlich ihrer zeitlichen Dimension, der Verbindlichkeit und der Art der Einbindung (für alle zugänglich oder Delegiertensystem).

In der Praxis findet Kinder- und Jugendbeteiligung oftmals in einer Kombination der unterschiedlichen Formen statt. So initiiert zum Beispiel ein Jugendbeirat eine Befragung oder Bürger/innen-Versammlung für Jugendliche, um die Schwerpunkte der eigenen Tätigkeit festzulegen.

Offene Formen

Offenen Formen ermöglichen es Kindern und Jugendlichen ihre Meinung kundzutun. Ein wichtiges Merkmal von offenen Beteiligungsformen besteht darin, dass keine Verpflichtung zu Regelmäßigkeit besteht. Sie sind überschaubar und abgegrenzt. Offene Formen sind beispielsweise Sprechstunden, Befragungen, Studien, Internetabstimmung durch Jugendliche oder auch Jugendstammtische.

Projektbezogene Formen

Projektbezogenen Formen haben eine klare Struktur und sind zeitlich und räumlich begrenzt. Meist handelt es dich dabei um Aktivitäten, um zu relativ zeitnahen Lösungen für überschaubare und abgrenzbare Probleme bzw. konkrete Planungsvorhaben zu kommen. Ergebnisse und Erfolge werden meist sofort sichtbar und erhöhen dadurch die Identifikation mit dem Vorhaben. Beispiele für projektbezogene Formen sind das Erstellen eines Verkehrskonzepts mit Kindern und Jugendlichen, die Planung eines Jugendraums oder -zentrums, oder die Gestaltung von Spiel- und Sportplätzen.

Parlamentarische Formen

Parlamentarische Formen sind durch Kontinuität und Verpflichtung sowie formale Strukturen, ähnlich denen von Erwachsenen, gekennzeichnet. Kinder oder Jugendliche werden dabei entweder von Gleichaltrigen entsannt oder von Erwachsenen ernannt. Beispiele von parlamentarischen Formen sind Jugendbeiräte auf Gemeinde- oder Landesebene sowie Mitsprachegremien von Schüler/innen.