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Truden erhält Gemeindenehrenamtspreis

Der Südtiroler Jugendring (SJR) hat heuer zum ersten Mal den Gemeindenehrenamtspreis vergeben - an die Gemeinde, die das „junge Ehrenamt“ besonders stark unterstützt. Truden ist der glückliche Gewinner.

Insgesamt 5.860 junge Menschen sind in den Kinder- und Jugendverbänden des SJR ehrenamtlich tätig. Dafür möchte ich mich von Herzen bedanken“ meint Martina De Zordo, SJR-Vorsitzende. Die jungen Ehrenamtlichen regen Kinder und Jugendliche dazu an, ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten. Sie tragen dazu bei, dass junge Menschen Teil einer Gemeinschaft sein können, in der sie sich wohl fühlen und entfalten können. „Durch dieses Wirksamwerden leisten sie einen wichtigen Beitrag für die soziale Gemeinschaft. Auf diesen Reichtum können wir nicht verzichten“ bringt es De Zordo auf den Punkt.

Dieses Jahr ist es eine Prämiere: Zum ersten Mal wird die Gemeinde, die das „junge Ehrenamt“ auf besondere Art und Weise unterstützt, ausgezeichnet. Truden ist die erste Gemeinde, der diese Ehrung zuteilwird. Sie erhält den Ehrenamtspreis „`s junge Ehrenamt“ für die Gemeinden Südtirols, den der Südtiroler Jugendring (SJR) ins Leben gerufen hat. „Wir wollen damit das junge Ehrenamt in den Gemeinden stärken und den Gemeinden, die das junge Ehrenamt unterstützen, Anerkennung geben. Ihre wertvolle Arbeit soll bekannt gemacht werden, um so Modell für andere sein zu können“ erklärte Martina De Zordo, SJR-Vorsitzende, die Beweggründe, im Rahmen einer Pressekonferenz.

Der Gemeindenehrenamtspreis ist eine Initiative des Südtiroler Jugendrings, die von der Landesregierung und dem Gemeindenverband mitgetragen und von der Stiftung Südtiroler Sparkasse unterstützt wird. Der Preis wird jährlich vergeben, allerdings können die Gemeinden nur einmal alle drei Jahre am Wettbewerb teilnehmen. Heuer konnten sich nur die Gemeinden mit bis zu 2.000 Einwohner/innen bewerben, im nächsten Jahr jene mit 2.000 bis zu 5.000 und 2018 jene mit mehr als 5.000 Einwohner/innen.
Kevin Hofer, SJR-Geschäftsführer, informierte zum Ablauf: Zuerst konnten sich die Gemeinden bewerben, indem sie einen Fragebogen ausfüllten. Aus den eingegangenen Bewerbungen wurden vom SJR – auf der Grundlage eines vorgegebenen Punktesystems – fünf Gemeinden ausgewählt, die in die engere Auswahl kamen. In diesen fünf Gemeinden wurden die ehrenamtlichen Vereinsvorsitzenden der Vereine, die sich für Kinder- und Jugendbelange einsetzen, gezielt befragt, sodass auch deren Einschätzung vorlag. Eine Jury entschied schlussendlich, welche Gemeinde den Preis erhalten wird.

Die Jury - bestehend aus Landesrat Philipp Achammer, Andreas Schatzer, Präsident des Südtiroler Gemeindenverbandes, Reinhold Marsoner, Verwaltungsratsmitglied der Stiftung Südtiroler Sparkasse, Martina De Zordo, SJR-Vorsitzende, Cilli Mittelberger und Christian Mair, beide Mitglied im SJR-Arbeitskreis Ehrenamt - erklärte einstimmig die Gemeinde Truden zur Siegerin. „Truden überzeugte vor allem dadurch, dass sie den Kinder- und Jugendvereinen sehr viele unterschiedliche Angebote kostenlos zur Verfügung stellt und die Vereine bei aktuellen politischen Themen einbindet“, so Martina De Zordo. „Auch gaben die ehrenamtlichen Vereinsvorsitzenden an, dass die Ehrenamtsfreundlichkeit der Gemeinde Truden ‚hoch‘ bzw. ‚sehr hoch‘ sei, und der Bürokratieaufwand, wenn überhaupt vorhanden, dann nur ‚gering‘ sei“ so De Zordo weiter.

Martina De Zordo überreichte dem Bürgermeister Michael Epp, der Gemeindejugendreferentin Daniela Montagna und den Vereinsvorsitzenden im Rahmen der Pressekonferenz die Preise: Einen Scheck – gestiftet von der Stiftung Südtiroler Sparkasse – in der Höhe von 2.000 Euro, zweckgebunden für das „junge Ehrenamt“ der Gemeinde und einen Banner für die Gemeindeeinfahrt, der informiert, dass die Gemeinde Träger dieses Preises ist. Außerdem wird die Gemeinde noch einen Pokal erhalten, und die jungen Ehrenamtlichen der Gemeinde bekommen die Möglichkeit, kostenlos an einer Ausbildung des SJR teilzunehmen.
 
Andreas Schatzer dankte dem SJR für diese Initiative und betonte, wie wichtig solche Initiativen für Gemeinden sind. Er hofft nun auf die Vorbildwirkung der Siegergemeinde auf andere Gemeinden.