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Junges Ehrenamt im Aufschwung

Der Südtiroler Jugendringes (SJR) zeigt sich erfreut über die wachsende Zahl der jungen Ehrenamtlichen in Südtirol. 5860 vorwiegend Jugendliche sind in den 12 Kinder- und Jugendorganisationen des SJR aktiv und begleiten in ihrem Ehrenamt rund 51.000 Vereinsmitglieder. „Durch ihr ehrenamtliches Tun und das gemeinsame Handeln für die Mitmenschen werden Werte vermittelt und es entsteht soziale Verwurzelung und Identifikation mit dem Gemeinwesen. Grenzen werden abgebaut, Begegnung ermöglicht und Heimat geschaffen“, so die SJR-Vorsitzende Martina De Zordo. De genauen Zahlen, aufgeschlüsselt nach Verein und Gemeinden, sind auf der Internetseite des SJR unter www.jugendring.it zu finden.
Dem SJR ist das Ehrenamt seit jeher ein wichtiges Anliegen. „Ein Arbeitskreis im SJR setzt sich ausschließlich mit der Thematik ‚Ehrenamt’ auseinander. In diesem werden laufend Maßnahmen zur Unterstützung und Aufwertung des jungen Ehrenamts entwickelt, und wir sind erfreut, dass unsere Bemühungen Früchte tragen“ erklärt De Zordo.
Zu den aktuellen Unterstützungsmaßnahmen zählen unter anderem eine kontinuierliche Begleitung und Beratung der Mitgliedsorganisationen bei der vereinsinternen Qualitätsentwicklung, wie auch eine Ehrenamtskarte für die jungen Ehrenamtlichen, mit der sie Vergünstigungen bei verschiedenen Freizeit- und Bildungseinrichtungen erhalten. Dadurch bekommen die Karteninhaber nicht nur einen kleinen finanziellen Vorteil, sondern vor allem ein Zeichen der Wertschätzung und der Anerkennung. Die im Ehrenamt erworbenen Kompetenzen können sich junge Ehrenamtliche mit dem eigens dafür entwickelten Ehrenamtsnachweis des SJR bescheinigen lassen.
Bei allen positiven Zahlen fordert der SJR jedoch gleichzeitig die Politik auf sich verstärkt für ehrenamtsfreundliche Rahmenbedingungen einzusetzen: Arbeitssicherheit, Datenschutz, Steuerrecht, Verbot von Sponsoring für Onlus-Organisationen sind einige konkrete Beispiele, die aufzeigen, dass die überhandnehmende Bürokratie ehrenamtliche Tätigkeit erschwert. „Hier gibt es dringend Handlungsbedarf, damit Ehrenamt auch weiterhin Zukunft hat und Ehrenamtliche sich voll und ganz auf ihre Tätigkeit konzentrieren können. Denn keine Gesellschaft kann es sich leisten auf die aktive Mitwirkung seiner Bürger/innen zu verzichten“, so De Zordo.